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DeLuTa 2010

Lohnunternehmer mit Umsatzwachstum

Die deutschen Lohnunternehmer werden im Kalenderjahr 2010 Umsätze von voraussichtlich 2,8 Mrd. Euro erwirtschaften. Davon entfallen knapp 70 Prozent auf die Landwirtschaft, der Rest auf andere Arbeiten etwa im kommunalen Bereich, darauf hat Klaus Pentzlin, Präsident des Bundesverbandes der Lohnunternehmer, auf einer Pressekonferenz auf der DeLuTa am 1. Dezember in Münster hingewiesen.

Tendenziell wird auch weiterhin mit einem Anstieg der Umsatzzahlen kalkuliert. Allerdings ist der Markt hart umkämpft. Etwa 3.100 Betriebe arbeiten bundesweit als Lohnunternehmer im klassischen Sinne, 5.500 Betriebe sind gewerbliche Lohnunternehmer. Insgesamt beschäftigt die gesamte Branche etwa 15.000 Mitarbeiter. Dabei nimmt insbesondere die Dienstleistung für die Landwirtschaft und die Gewerbebetriebe rund um die Biogasanlagen einen zunehmenden Stellenwert ein. Allein in diesem Bereich schätzen die Lohnunternehmer ein Umsatzvolumen von rund 500 Mio. Euro jährlich. Etwa 1.200 Ernteketten mit Häcksler, Transportfahrzeugen und Walztechnik sind derzeit im Einsatz, um die etwa 600.000 ha Energiemais zu ernten. Dabei wird ein Mengenvolumen von etwa 30 Millionen Tonnen bewegt. Entsprechend schlagkräftig, so betont Pentzlin, muss der Unternehmer arbeiten, gerade auch in diesem Jahr angesichts der unbeständigen Witterungsbedingungen. Dies gilt aber auch für die Getreideernte. Insgesamt stellen die Lohnunternehmer auch für die Landmaschinenindustrie eine wichtige Zielgruppe dar. Pro Jahr werden etwa 550 Mio. Euro in neue Technik investiert. Investiert, so betont der Präsident des Bundesverbandes, wird aber auch verstärkt in die Weiterbildung. Um den Personalbedarf zu decken, sind jährlich etwa 800 Ausbildungsplätze notwendig. Derzeit kann nur etwa 60 Prozent des Ausbildungspotenzials selbst qualifiziert werden. Hinzu kommt, dass die Zahl der Ausbildungsbetriebe noch zu gering ist. Zu einer besseren Qualifizierung, so wird betont, gehört in der Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Kunden die durchgängige elektronische Auftragsbearbeitung. Hier ist man mit neuen innovativen Konzepten am Markt.

Etwa 30 Prozent der Lohnunternehmer setzen jährlich zwischen 250.000 und 600.000 Euro um. 40 Prozent erreichen einen Umsatz von über 600.000 Euro; etwa 4-5 Prozent der Betriebe erzielen mehr als 2 Mio. Euro jährlich. Lohnunternehmer erledigen im Schnitt etwa 80 Prozent aller überbetrieblichen Arbeiten.

    
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