Rehabilitation für Asthmapatienten
Asthmapatienten müssen mit Ihrer chronischen Krankheit leben.
Asthma ist eine Erkrankung der Atemwege. Bei einem Anfall verkrampft sich die Bronchialmuskulatur, es kommt zu Atemnot. Die Betroffenen wachen nachts auf, müssen husten, die Ausatmung ist erschwert, sie ringen nach Luft. Ursache ist eine Entzündung der Schleimhaut der Atemwege, allergische Reaktionen, psychische Belastungen und Infektionen der Luftwege können die Situation verschlechtern.
Neben Anfällen von Atemnot kann es Zeiten geben, in denen die Betroffenen überhaupt keine Beschwerden wahrnehmen. Manche verführt das dazu, die Medikamente in dieser Zeit abzusetzen. Kommen dann eine Erkältung und eventuell andere Belastungen hinzu, kann der Patient bei plötzlicher Atemnot in eine gefährliche Situation geraten. Er braucht einen Notarzt und muss vielleicht ins Krankenhaus.
Patientenschulung
In der Reha lernt der Patient unter anderem, wie seine Krankheit entstehen konnte und er erfährt: "Es kommt auf mich selbst an! Wenn ich richtig mit meiner Krankheit umgehe, habe ich gute Chancen, mein Asthma in den Griff zu bekommen." Eines der wirksamsten Mittel ist die Inhalation von Cortison als Spray-Dosier-Aerosol oder in Form von Pulver. Der Umgang mit den Sprays wird geübt, damit die Handhabung zur festen Gewohnheit wird.
Das Ampelschema
Auch die tägliche Selbstkontrolle mit einem speziellen Messgerät muss trainiert werden. Die Patienten lernen, das Gerät richtig zu handhaben, die Werte abzulesen und in ein Protokollheft einzutragen. Anhand des Ampelschemas mit den Zonen grün, gelb oder rot, in die seine Werte einzuordnen sind, erkennt der Patient, dass seine Krankheit zur Zeit gut verläuft (grün), dass er sich vorsehen (gelb) oder dringend zum Arzt muss (rot).
Wenig Stress und gutes Klima
Unter Stress und seelischer Belastung kann sich die Krankheit deutlich verschlimmern. Auch die Wechselwirkung der Krankheit mit seiner Psyche muss der Patient richtig einordnen. Dabei helfen ihm ärztliche, psychologische und soziale Betreuung, Physiotherapie, Gesprächsmöglichkeiten und der Abstand von häuslichen und beruflichen Problemen. Eine wichtige Rolle spielt auch der positive Einfluss des Klimas an einem Luftkurort.
Wenn der Patient die Tatsache, Asthmatiker zu sein, akzeptiert, wenn er gelernt hat trotz dieser chronischen Erkrankung das Beste aus seinem Leben zu machen, und erwerbsfähig bleibt, dann hat die Rehabilitation ihr Ziel erreicht.
Besonders günstig für die Durchführung von Heilverfahren für Asthmakranke sind neben der Behandlung am Meer auch das Hochgebirge sowie das Allgäu und der Bayerische Wald mit ihrer guten Luftqualität. In den Vertragskliniken der Land- und forstwirtschaftlichen Sozialversicherung Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben (LSV) werden asthmakranke Erwachsene und Kinder mit Erfolg behandelt. Neben der medizinischen und physikalischen Behandlung und Betreuung ist es die klare Luft ohne Abgase, Schadstoffe und Pollen sowie das Fehlen von Hausstaubmilben, welche zum Heilerfolg beitragen.
Bei Fragen:
Standort Landshut: Anna Huber
(Tel.: 0871/696-437)
Standort Augsburg: Hedwig Birzer-Lauber
(Tel.: 0821/4081-185)