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Wert erhaltende und Wert sichernde Maßnahmen im Käferholz

Die Diagnose: "Borkenkäferbefall" ist bisher für den Waldbesitzer gleichbedeutend mit Wertverlust und steigendem Arbeitsaufwand.Die folgenden Überlegungen sollen helfen, in Zukunft den Wertverlust in Grenzen zu halten und den langfristigen Wert des Waldes zu sichern.

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Waldschäden überfordern regelmäßig den Waldbesitzer bezüglich des Setzens von Wert erhaltenden und Wert sichernden Maßnahmen. Nur Forstfachleute können die notwendigen Schritte in die richtige Richtung weisen.

 

Notwendige Wege gehen

Waldbesitzer brauchen Verbündete, wenn sie mit dem Borkenkäfer ohne größere Verluste fertig werden wollen.

Der erste Weg: Von Amtes wegen helfen die staatlichen Ämter für Land- und Forstwirtschaft. Sie sind es auch, die über Zuschüsse bei Neuanpflanzungen entscheiden.Der vom Käfer geplagte Waldbesitzer soll deshalb zuerst zu seinem Förster gehen und sich dort fachliche Hilfe holen.

Der zweite Weg führt zur Forstbetriebsgemeinschaft oder Waldbauernvereinigung. Hier findet der Waldbesitzer die Profis für die Holzvermarktung. Die Forstwirtschaftlichen Vereinigungen bieten auch Vorteilspreise im Sammelbezug, zum Beispiel von Jungpflanzen, Zaunmaterial und Schutzausrüstungen. Gut aufgestellte Forstbetriebsgemeinschaften bieten auch Waldpflegeverträge - von der einzeln vereinbarten Forstdienstleistung - z. B. der Käferbaumernte - bis hin zum Rundum-Sorglos-Paket, das den Waldbesitzer sogar die Haftungsübernahme bei der Verkehrssicherungspflicht anbietet.

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Maschineneinsatz schützt Menschenleben. Wo immer möglich, muss die Maschine die motormanuelle Käferbaumentnahme übernehmen. Mindestvoraussetzung für die Borkenkäferbekämpfung: Ausreichende Technik und Profiwissen in der Starkholzernte und Problembaumfällung.

 

Adresse Forstbetriebsgemeinschaften, Waldbesitzervereinigung

Der dritte Weg führt den Waldbesitzer zum Maschinenring und forstlichen Lohnunternehmer. Diesen Weg zu kennen und zu nutzen ist dann wichtig und richtig, wenn

a) Größere Eingriffe notwendig oder geplant sind und
b) die beauftragten Unternehmer bereits in der Vergangenheit durch gute Arbeit und guten Ruf (Mundpropaganda) haben überzeugen können.

Anbieter Forstl. Dienstleistungen


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Nur wenn die Infrastruktur im Wald stimmt, kann Technik wirtschaftlich eingesetzt werden. Schlaue Waldbesitzer begrüßen Sammelmaßnahmen. Zum Fortbilden ist niemand zu alt. In der Gruppe ist es an der Waldbauernschule in Goldberg am schönsten.

 

Eigene Grenzen erkennen und akzeptieren

Wenn der Käfer am eigenen Waldbesitz nagt, neigen viele Waldbesitzer zu spontanen Abwehrhandlungen.

Mit Mut, Motorsäge, allen möglichen Verwandten und meistens samstags, wird dem Käfer zu Leibe gerückt.

Mangelnde technische Ausrüstung (mindestens Forstschlepper mit Seilwinde) und mangelhafte Ausbildung (mindestens Starkholzernte-Kurs und Kurs: Problembaumfällung) führen schnell zu Überforderung. Folge davon sind schwere, ja zum Teil grausame Unfälle und Schicksalsschläge mit lebenslangen Auswirkungen für die Unfallverursacher.

Laien können Käferbäume nicht sicher aufarbeiten. Deshalb Finger weg von Motorsäge und Käferbaum. Größere Schäden an den Bordsystemen seines Autos repariert der Waldbesitzer schließlich auch nicht selber, sondern er lässt den Fachmann ran.

Waldschäden sind komplizierter als Fahrzeugschäden. Sie wirken weit länger in die Zukunft und kosten mehr Geld bei fehlerhafter Reparatur. Nur Fachleute können das Risiko abschätzen und die geeigneten Maßnahmen setzen.

Sammelmaßnahmen zulassen

Borkenkäfer kennen keine Grenzen. Sie befallen Fichtenbestände nach Kriterien, die von Klimabedingungen, Standortverhältnissen und der Käfer weiß was noch für Faktoren abhängen.

Nur wenn Forstmaschinen über vorhandene oder noch anzulegende Forststraßen, Wege und Rückegassen dort hingelangen, wo sie gebraucht werden, können sie ihre Schlagkraft entfalten.

Das Gleiche gilt für Sammelmaßnahmen bei Durchforstungen und anderen Pflegemaßnahmen.

Sich selber fortbilden

Um seinen eigenen Wald und dessen zukünftige Entwicklung besser zu verstehen, braucht es fundiertes Waldwissen. Dieses Wissen gibt es bei der Waldbauernschule in Goldberg, Kelheim.

Bayerische Waldbauernschule
Goldbergstraße 10,
93309 Kelheim
Tel.: 09441/6833-0,
Fax: 09441/6833-133
E-Mail: poststelle@wbs.bayern.de

Hier sind auch private Waldbesitzer herzlich willkommen. Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbauernvereinigungen bieten eintägige Busfahrten als "Schnupperkurse" zur Waldbauernschule an.

Ein guter Waldbesitzer sein ist Ehrensache. Ein wertbewusster Waldbesitzer sein zu können, bedingt Fortbildung.

Nicht länger warten

Wer den Borkenkäfer schon in seinem Wald hat, darf nicht länger warten. Er muss die notwendigen Wege gehen, um weitere Schäden von sich und seinem Wald abzuwenden.

Wer vom Käfer bisher verschont geblieben ist, kann sich von den Appellen seiner Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft den seinen/ihren aussuchen:

  • Suchen Sie sich Verbündete.
  • Akzeptieren Sie Ihre Grenzen und gefährden Sie weder andere noch sich selbst.
  • Setzen Sie auf Technikeinsatz mit Profis auf den Maschinen.
  • Holen Sie sich rechtzeitig Rat von Forstfachleuten.
  • Lassen Sie Sammelmaßnahmen zu.
  • Bilden Sie sich fort.

 Legen Sie los: Mit Fortbildung, Verbündetensuche und Rat holen von Fachleuten - aber legen Sie nicht los mit der Motorsäge - denn sonst tötet der Borkenkäfer auch Menschen.

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