Drescherfieber - kommt und geht - oder bleibt als bleibender Schaden
Seit vielen Jahren gibt es schlagkräftige Technik zum Dreschen.
Kabinen mit Luftfiltern schützen den Menschen vor schädlichen Stäuben. Das Wort "Drescherfieber" müsste zu den aussterbenden Wörtern gehören.
Zu Nebenwirkungen oder unerwünschten Wirkungen fragen Sie den Mähdrescherfahrer oder seine Frau: "Am Abend war er zu nichts mehr zu gebrauchen, hat nur noch gejammert, Fieber hat er gehabt, geschwitzt hat, er geschüttelt hat es ihn."
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Staub schadet immer - mal nur kurz und heftig - manchmal für immer. |
Auch am nächsten Tag geht es dem Mähdrescherfahrer erfahrungsgemäß noch recht schlecht, wie nach einer ausgiebigen Feier mit zu viel Bier in zu kurzer Zeit. Wie bei einer Alkoholvergiftung ist auch das Drescherfieber eine Vergiftung. Verursacht wird die Vergiftung durch organische Stäube - vom Getreide - belastet mit Pilzmaterial. Das dringt durch Mund und Nase in den Körper ein und löst die Vergiftungssymptome aus.
Deshalb heißt das Drescherfieber im internationalen Sprachgebrauch "ODTS: organic dust toxic syndrom" oder zu Deutsch: Vergiftungserscheinung durch organische Stäube.
Wer Glück hat, bei dem vergeht das Drescherfieber wieder.
Wer Pech hat, entwickelt eine chronische Erkrankung.
Das heißt, er behält die Krankheit sein Leben lang und dieses Leben wir deutlich kürzer als das seiner Nachbarn, die sich kein Drescherfieber holen.
Wer Drescherfieber und chronische Erkrankungen der Atemwege von sich fernhalten will, muss sich konsequent schützen:
- mit Kabinen mit Luftfilter
- mittels staubarmer Arbeitsverfahren
- mit P2-Staubschutzmasken.
Beratung bezüglich Schutz vor Staub gibt es bei jedem Außendienstmitarbeiter der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.
