Nichts zum Schnallen
Wenig Überlebenschancen für Traktorfahrer bei Crash bei schneller Straßenfahrt.
Unfallauswertungen von Verkehrsunfällen mit Traktorbeteiligung zeichnen ein trauriges Bild: Bei Kollisionen mit anderen Fahrzeugen wird der Schlepperfahrer aus der Kabine geschleudert und stirbt beim Aufprall auf die Fahrbahn oder beim Auftreffen auf einen anderen harten Gegenstand.
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Laut Financel Times Deutschland weekend hätte Lady Di angeschnallt überlebt - Landwirte haben oft nix zum Anschnallen iMP 91 (04/09/2007). |
Anders als Lady Di, die den Gurt nicht benutzt hat, der da war - können sich Landwirte meist nicht anschnallen. Traktoren haben bis auf wenige Ausnahmen keine Sitzgurte. Dafür gibt's mehrere Gründe:
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Die Traktorenrichtlinien (zum Teil noch aus dem Jahr 1974!) verlangen nicht zwingend einen Sicherheitsgurt.
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Die Landwirte fragen beim Kauf nicht nach dem Sicherheitsgurt.
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Der einfache Beckengurt findet bei den Praktikern wegen der häufigen Auf- Absteige-Vorgänge keine Akzeptanz.
Bei der schnellen Straßenfahrt würde der Gurt aber als Sicherheitseinrichtung von den meisten Landwirten begrüßt werden.
Bei Gesprächen mit Herstellern von Traktoren und Sitzen der Premiumklasse erhielten die land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften positive Rückmeldung bezüglich der Ausstattung mit Sitzgurten.
Die Kunden sollten dann aber auch das Mehr an Sicherheit nachfragen, meinen die Hersteller.
Das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt, das Allgäuer Bauernblatt, Der fortschrittliche Landwirt, Top agrar, dlz und profi wollen von ihren Lesern gern wissen, wie ihre Einstellung zum Gurt ist.
Würden Sie, lieber Leser, den Gurt bei schneller Straßenfahrt benutzen?
Würden Sie einen komfortablen Gurt mitkaufen, wenn der Traktor dadurch 150 Euro teurer würde?
Bitte senden Sie Ihre Antwort als E-Mail an die Agrarzeitschrift Ihrer Wahl oder an die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben
