Maßnahmen zur Primärprävention
Die Primärprävention dient dem Erhalt der Gesundheit.
Sie soll Wissen vermitteln und für die Initalzündung zur Verhaltensänderung sorgen!

Es ist eine der Aufgaben der Krankenkassen, die Eigenverantwortung der Versicherten für ihre Gesundheit zu fördern und auf gesunde Lebensverhältnisse hinzuwirken. Mit dem Gesundheitsreformgesetz 2000 haben die Krankenkassen wieder einen erweiterten Handlungsrahmen in der Primärprävention erhalten.
Ziel ist
- das gezielte Zurückdrängen von schwerwiegenden Krankheiten, wie Krebs und Herzinfarkt und
- die vorbeugende Bekämpfung sehr verbreiteter und kostspieliger Leiden, wie z.B. Rückenschmerzen.
Grundlage für die Auswahl der Handlungsfelder waren Erkenntnisse über
- Krankheitsbilder, die von besonderer Bedeutung sind (z.B. Todesursachen, Auslöser von Frühberentung) und
- Krankheitsbilder, die durch ein gesundheitsorientiertes Verhalten bekämpft werden können.
Die einzelnen Handlungsfelder sind:
Bewegung
- zur Förderung der Herz- Kreislauffunktion
Zielgruppe: Versicherte mit Bewegungsmangel, Risiken für Bluthochdruck, Stress, Übergewicht
Maßnahme: Ausdauertraining, auch Walking, zur allgemeinen Leistungssteigerung und zum Stressabbau - zur Förderung des Muskel-Skelettsystems
Zielgruppe: Versicherte mit besonderer Belastung des Haltungs- und Bewegungsapparates,
Maßnahme: z.B. Rückenschule, richtiges Bewegungsverhalten (Heben, Tragen und Sitzen), Kräftigungs- und Ausgleichsübungen
- Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung
Zielgruppe: Versicherte mit ernährungsbedingtem Fehlverhalten ohne behandlungsbedürftige Risikofaktoren/ Erkrankungen - Vermeidung und Reduktion von Übergewicht
Zielgruppe: übergewichtige Erwachsene und Kinder
Maßnahmen: das Essverhalten kennenlernen und verändern, evtl. auch in Kombination von Ernährung und Bewegung, keinesfalls Kochkurse!
Vermeidung spezifischer Risiken und stressabhängiger Krankheiten, Zielgruppe: Versicherte mit nicht behandlungsbedürftiger Stressbelastung, die lernen wollen, damit sicherer und gesundheitsbewusster umzugehen. Stressbelastung und/ oder Stresssymptome wie Schlaflosigkeit, Muskelverspannung, Blut-hochdruck und andere Schmerzzustände können durch die Anwendung von Entspannungsmethoden (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung) oft besser bewältigt werden.
Zielgruppe: Versicherte mit riskantem, schädlichem Konsumverhalten
Maßnahme: z.B. Raucherentwöhnung: eigenes Verhalten und Situationen, in denen geraucht wird, werden analysiert und der Zigarettenkonsum systematisch reduziert.
Die Teilnehmer an Primärpräventionsmaßnahmen sollen befähigt und motiviert werden, das erworbene Wissen (Fähigkeiten /Übungen) selbständig anzuwenden und fortzuführen und in ihren Alltag zu integrieren.
Das Leistungsangebot, die Leistungsinhalte sowie die Anforderungen, die an die Leistungserbringer zu stellen sind, sind grundsätzlich bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleich.
Dies wurde durch den Präventionsleitfaden der Spitzenverbände der Krankenkassen festgelegt.
Bei allen Krankenkassen steht ein Budget von 2,56 EUR pro Versicherten und Jahr zur Verfügung.
Zusammenarbeit mit dem Bauernverband
Für die Landwirtschaftliche Krankenkasse ist es aufgrund des großen Kassenbereichs schwierig, den Bedarf an Präventionsmaßnahmen ihrer Versicherten "vor Ort" festzustellen.
Das gilt für die Fragen:
- "Was wird gebraucht" und
- "Wo soll die Maßnahme zweckmäßigerweise angeboten werden".
Gerade bei den in der Landwirtschaft Tätigen, für die der Feierabend erst spät beginnt, ist es von besonderer Bedeutung, daß die Leistung ortsnah angeboten wird.
Um alle Versicherten gleichermaßen zur erreichen, wurde deshalb der Weg über die FunktionsträgerInnen im BBV gewählt. Das sind die Kreis- und Ortsbäuerinnen.
Sie
- informieren über das grundsätzliche Leistungsangebot der Präventionsmaßnahmen,
- ermitteln unter ihren Berufskolleginnen und Berufskollegen, welche der möglichen Maßnahmen auf größtmögliche Resonanz stößt und
- knüpfen Kontakte mit in Frage kommenden Kursleitern und kümmern sich, gegebenenfalls um einen Veranstaltungsraum.
Wir sind davon überzeugt, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem BBV so das Beste für unsere Landwirte und ihre Familien anbieten zu können.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne
Michael Holzer
Pressestelle LSV NB/OPf und Schwaben., Tel. (0871) 69 64 71