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Psychosoziales Netzwerk

Psycho-Soziales-Netzwerk  - Hilfe für verletzte Seelen

 

Frauen, Männern, Jungendlichen und sogar Kindern in der Landwirtschaft, die durch tragische Unfälle nahe Verwandte oder Freunde verloren haben

oder selbst bleibende Körperschäden erlitten haben, ist eine Teilnahme am Berufs- und Privatleben oft nur mehr in sehr eingeschränktem Maße möglich.

 

Ziel der LSV NOS muss es sein, das seelische Gleichgewicht der Betroffenen wiederherzustellen, so dass eine normale Lebensführung wieder möglich ist.

 

Weil sich die LSV mit Ihren vier Sozialversicherungsbereichen (Unfallversicherung, Alterssicherung der Landwirte, Kranken- und Pflegeversicherung)    um den Menschen in

all seinen Lebensphasen kümmern kann, ist sie prädestiniert, in den beschriebenen Fällen Hilfe zu leisten. In Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Organisationen,

insbesondere dem Bayerischen Bauernverband, kann sie wie niemand anders effektiv in der Fläche wirken.

 

  • Schaffung eines flächendeckenden Netzes von psychologischen Ersthelfern/Notfallbetreuern (ca. 15 Personen pro Landkreis, insbesondere Ortsbäuerinnen und Dorfhelferinnen).

  • Miteinbeziehung der BBV- und MR-Geschäftsstellen und des KDBH

  • Erstellen eines Adressenpools von professioneller Hilfe, wie Dipl.-Psychologen, Caritas, Diakonisches Werk, Rotes Kreuz, Kriseninterventionsteams und Notfallseelsorgern.

  • Kontaktpflege zu den Personen der einzelnen Organisationen.

  • Pflege des Adressenpools.

 

 

 

Finanzierung des Projektes

  • Soweit Präventionsinhalte betroffen sind, aus dem DLZ Prävention, z. B. die Ausbildung der Notfallbetreuer und die Kontaktpflege zu den Personen und Organisationen des Netzwerkes.

  • Aus Mitteln der UV-Leistung, soweit sie im Rahmen der Hilfe nach Unfällen notwendig sind.Aus Leistungen der Krankenkasse, wenn psychische Erkrankungen vorliegen.


      

 

Zeitlicher Ablauf

Schritte

Inhalt

Zeitziel

1. Starten des Pilotprojektes, z.B. im Landkreis LA

        Vorstellen des Projektes, z.B. bei der Ortsbäuerinnentagung und über die Medien.

        Auswahl von ca. 15 geeigneten Personen.

        Schulung der psychologischen Ersthelfer (Notfallbetreuer).

 

 

Juli 2006

 

Okt. 2006

2. Adressenpool

        Verzeichnis der möglichen professionellen Hilfsadressen für Pilotprojekt.

laufend

3. Ausweitung des Projektes auf die übrigen Landkreise

        Vorstellen des Projektes in den einzelnen Landkreisen bei den Ortsbäuerinnentagungen.

        Erfahrungsberichte von Betroffenen und Ersthelfern sowie weiteren Beteiligten.

        Auswahl von geeigneten Personen für die einzelnen Landkreise

bis

Anfang 2008

 

laufend

 

März 2007

4. Pflege des Projektes

        Kontaktpflege zu den Ersthelfern und Profihelfern

        Pflege des Adressenpools

        Anbieten von eventuell notwendigen Weiterbildungen und Schulungsmaßnahmen

        Erfahrungsaustausch der Ersthelfer

 

        Regelmäßige Information über die Medien

laufend

 

laufend

 

bei Bedarf

 

wiederkehrend, z. B. 1x/Jahr

 

laufend

 


Erfahrungen und Ausblick

Seit Oktober 2006 wurden 5 Seminare „Notfallbetreuung“ in folgenden Landkreisen durchgeführt: Landshut, Cham, Oberallgäu, Unterallgäu, Katholische Dorfhelferinnen und Betriebshelfer wurden in Herrsching geschult.

 

Die Mehrzahl der Teilnehmer waren Frauen, überwiegend Ortsbäuerinnen, aber auch Dorfhelferinnen.  Das zweitägige Seminarangebot richtet sich auch an Männer, wurde von uns aber noch nicht entsprechend beworben. Grund dafür ist die enorme Nachfrage nach diesem Seminar bereits bei den Frauen. Um der Nachfrage gerecht zu werden, haben wir zwischenzeitlich drei Psychologinnen als Referentinnen geworben, die das zusammen mit den Sicherheitsberatern der LSV NOS landkreisweise anbieten.

 

Derzeit überlegt die LSV NOS, das Seminar zusätzlich auch zentral anzubieten und es mit Inhalten aus den Handlungsfeldern der Primärprävention (SGB V, § 20, Abs. 1) zu kombinieren (ganzheitlicher Ansatz). Das Seminar würde dann 4 Tage dauern und in einer Kureinrichtung abgehalten werden.

 

Überraschend war bisher, dass von den 76 Teilnehmern circa 90 Prozent selbst Betroffene waren. Wer an solch einem Seminar teilnimmt, spürt, wie gut es den Betroffenen tut, wenn sie darüber reden können. Würde man ein Seminar für Betroffene anbieten, wäre die Nachfrage bestimmt deutlich geringer.  Auch aus diesem Aspekt heraus werden sich Auswirkungen auf die Bereiche der LSV darstellen lassen.

 

Einen Artikel zur Notfallbetreuung haben wir in "LSV aktuell" veröffentlicht, den Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.

 

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