Künstliche Ernährung und Flüssigkeitsversorgung
Fast jeder Zehnte, der in einem Pflegeheim lebt, wird mit einer Sonde künstlich ernährt. Ob solch ein medizinischer Eingriff wirklich sinnvoll ist und die Lebensqualität der oder des Betroffenen verbessert, oder aber keinen Vorteil bringt und das Leiden künstlich verlängert, hängt von vielen Faktoren ab. In den Themenkomplex „künstliche Ernährung und Flüssigkeitsversorgung“ fließen medizinische und pflegerische Fachaspekte ebenso ein wie persönliche Wertvorstellungen, religiöse Anschauungen und ethische Prinzipien.
Um Betroffenen, wie Pflegenden, Ärzten und vor allem auch Angehörigen zu helfen, zu einem fundierten Urteil zu gelangen, hat das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen nun einen Leitfaden herausgegeben, der sehr anschaulich über fachliche, rechtliche und ethische Fragen informiert. Die Entscheidung für oder gegen eine künstliche Ernährung sollte nach der Prüfung von Alternativen bewusst und gemeinsam gefällt und dokumentiert werden. Der neue Leitfaden hilft Ihnen dabei!