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Landwirtschaftliche Sozialversicherung
Maibaum (LBG)
Die LSV Franken und Oberbayern:
LSV Franken und Oberbayern
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Die Land- und forstwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger Franken und Oberbayern stellen sich vor:

LSV - Soziale Sicherheit in der Land- und Forstwirtschaft aus einer Hand

Während selbständige Betriebsinhaber anderer Berufszweige für ihre soziale Absicherung selbst sorgen müssen, bietet das agrarsoziale Sicherungssystem der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) bäuerlichen Unternehmern und ihren Familien einen engmaschigen Schutz von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter aus einer Hand. Zu einem sehr fairen und nur kostendeckenden Preis bekommen die land- und forstwirtschaftlichen Unternehmer und die im Unternehmen mitarbeitenden Familienangehörigen einen umfassenden Versicherungsschutz:

  • Unfallversicherung (Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft - LBG)
  • Kranken- und Pflegeversicherung (Land- und forstwirtschaftliche Kranken- und Pflegekasse - LKK/LPK)
  • Alterssicherung (Land- und forstwirtschaftliche Alterskasse - LAK)

Das eigenständige agrarsoziale System - Sicherheit auf vier Säulen

Die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) übernimmt bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit an Stelle der Krankenkasse die Kosten für Heilbehandlung, medizinische und soziale Rehabilitation. Kann die Erwerbsfähigkeit nicht vollständig wieder hergestellt werden, gewährt die Unfallversicherung Rente nach dem Grad der festgestellten Erwerbsminderung.

Was spätestens seit Einführung der Riester-Rente in aller Munde ist, das hat die Land- und forstwirtschaftliche Alterskasse (LAK) bereits seit ihrer Einführung Anfang der 70er Jahren vorweggenommen: Eine zusätzliche Absicherung im Alter für den Landwirt und seiner Ehefrau. Nach der Übergabe des Betriebs an einen Hofnachfolger erhalten die Altenteiler aus dieser gesetzlichen Altersversorgung ein sicheres Zweit-Einkommen, dass Ihnen neben den vereinbarten Leistungen aus der Hofübergabe und eventuellen anderen Einkünften einen finanziell besser abgesicherten Ruhestand ermöglicht.

In der Land- und forstwirtschaftlichen Kranken- sowie der Pflegekasse (LKK/LPK) sind automatisch alle Vollerwerbslandwirte, ihre Kinder bis zum Abschluss ihrer Berufsausbildung oder eines Studiums, sowie alle mitarbeitenden Familienangehörigen versichert. Ebenfalls zum versicherten Personenkreis zählen Bezieher einer Rente aus der Alterssicherung der Landwirte. Zugeschnitten auf den Personenkreis bietet die LKK nicht nur die üblichen Leistungen einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern trägt im Falle einer Krankheit oder Rehabilitationsmaßnahme des Landwirts oder seiner Frau auch die Kosten für eine Betriebs- und Haushaltshilfe.

Die LSV-Träger Franken und Oberbayern als Dienstleister

Imageflyer (Ausschnitt)

Mit diesen vier Körperschaften - zusammengefasst unter dem Begriff "LSV-Träger Franken und Oberbayern" - betreuen wir in den Regierungsbezirken Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Oberbayern in den einzelnen Zweigen zusammen rund 665.500 Versicherte und Familienangehörige. Hinzu kommen über 138.200 Personen, die zur Zeit jeden Monat eine Rentenzahlung von uns erhalten. Die LSV-Träger Franken und Oberbayern haben in Bayreuth, München und Würzburg je eine Regionaldirektion sowie Kundenzentren in Fürth, Coburg, Feuchtwangen und Mühldorf. Historisch entstanden sind die LSV-Träger Franken und Oberbayern am 1. Januar 2001 durch Fusion der früheren LSV-Träger Oberfranken und Mittelfranken, Unterfranken sowie Oberbayern. Die LSV bildet innerhalb des bestehenden sozialen Netzes des modernen Sozialstaates ein auf die Bedürfnisse der bäuerlichen Bevölkerung zugeschnittenes Sondersystem. Grundlage ist das Solidarprinzip, nach dem der wirtschaftlich Stärkere mit seinen Beiträgen auch zur Absicherung des Schwächeren beiträgt. Die Finanzierung erfolgt zu einem großen Teil über Mitgliedsbeiträge. Der Staat leistet im Rahmen seiner Agrarsozialpolitik Zuschüsse. Als Non-Profit-Organisation bieten wir unseren Versicherten eine optimale Versorgung zu günstigen Konditionen. Anders als bei privaten Versicherern dürfen wir keine Gewinne erwirtschaften.

Wir verstehen uns als Dienstleistungsunternehmen für den Berufsstand. Wir geben über eine Milliarde Euro für soziale Leistungen an unsere Versicherten aus. 2005 entfielen rund 109,3 Millionen Euro auf die LBG, 535,4 Millionen Euro auf die LAK, 347,7 Millionen Euro auf die LKK und 54,4 Millionen Euro auf die LPK. Hinter jedem einzeln bezahlten Euro steht unser Wunsch, unseren Versicherten eine optimale Versorgung im Krankheitsfall oder im Bereich der Gesundheitsvorsorge, nach einem Arbeitsunfall und später im Alter zu bieten.

Verantwortungsvoller Umgang mit Finanzmitteln

Wir gehen mit den uns anvertrauten Finanzmitteln wirtschaftlich und verantwortungsvoll um. So liegen unsere Verwaltungskosten deutlich unter fünf Prozent - eine Größenordnung, die von keiner privaten Versicherung erreicht wird! Das heißt auch, dass rund 95,5 Prozent Ihres Beitrags an Sie über die Leistung zurückfließen. Auf der Grundlage der oben aufgeführten Ziele haben wir den Stand unseres Verwaltungspersonals im engeren Sinne seit dem Jahr 2000 um fast 200 Vollarbeitskräfte (VAK) auf zur Zeit noch rund 815 VAK reduziert, mit dem Ziel bis 2009 einen Mitarbeiterbestand von unter 800 zu erreichen. Das spiegelt sich in der positiven Entwicklung der Beiträge wider: Trotz massiver Bundesmittelkürzung bei den Altenteilern konnten wir in den letzten Jahren den Beitrag zur LKK stabil halten; und auch bei der LBG brauchten wir trotz Streichung von zugesagten Bundesmitteln dank unserer Sparmaßnahmen keine Beitragsnachforderung zu erheben.

Wir wirken im Bewusstsein des fortschreitenden Strukturwandels konstruktiv an der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des berufsständischen Sozialversicherungssystems mit. Die hierfür erforderlichen Grundsatzentscheidungen werden von unserer Selbstverwaltung und damit von unseren Versicherten getroffen.

Wir sichern einen hohen Qualitätsstandard unserer Dienstleistungen. Wir arbeiten mit den übrigen LSV-Trägern in Deutschland zusammen - so zum Beispiel im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung (EDV), mit unserem gemeinsamen Rechenzentrum in Kassel. Wir setzen moderne Technik überall dort ein, wo sie wirtschaftlich ist und die Bearbeitungsqualität sowie den Service für unsere Versicherten verbessert (Stichwort: papierloses Büro). Die Grundlage für die Führung und Steuerung unseres Versicherungsträgers bietet eine interne Kostenrechnung (Erfassung der Kosten nach dem Ort der Entstehung) und ein effektives Controlling(Gegenüberstellung von Einnahmen / Ausgaben und Planzahlen). Die Erreichung unserer Zielvorgaben messen und überprüfen wir kontinuierlich (Benchmarking). Seit 2005 vergleichen und analysieren wir unsere Zahlen und Kosten mit den Ergebnissen der anderen LSV-Träger, um unsere Geschäftsprozesse weiter zu optimieren und die Kosten weiter zu senken.

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