Verkehrssicherheit - "Risiko raus!"
„Risiko raus!“ lautet die Empfehlung der LBG im Rahmen der bundesweiten Kampagne für mehr Sicherheit im Straßenverkehr aller deutschen Unfallversicherungsträger. Das ist gerade in der Landwirtschaft besonders zu beachten, denn immer wenn Erntearbeiten anstehen, stehen Landwirte unter einem hohen Arbeits- und Zeitdruck.
Immer wenn man es besonders eilig hat, ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und sein Fahrzeug voll konzentriert im Straßenverkehr zu bewegen. Trotz der Hektik müssen alle Vorschriften bezüglich der Verkehrssicherheit sorgfältig eingehalten werden. Wer das tut und sich im Straßenverkehr vorausschauend und rücksichtsvoll verhält, trägt viel dazu bei, schwere Unfälle zu verhindern.
Um die Landwirte dabei zu unterstützen, hat die LBG kostenlose Broschüren, Handlungshilfen und Merkblätter mit Tipps zur Verkehrssicherheit zusammengestellt. Sie befassen sich zum Beispiel mit der richtigen Kennzeichnung und Beleuchtung von Fahrzeugen mit Überbreite, mit technischen Verbesserungen oder auch ganz allgemein mit dem schwierigen Thema der richtigen Ladungssicherung.
Besser gesehen werden mit Reflektorfolien am Schleppergespann
Bei schlechten Sichtverhältnissen wie Nebel, Dämmerung oder nachts gibt die Beleuchtung großer landwirtschaftlicher Fahrzeuge und Anhänger nicht immer sofort Auskunft darüber, wie groß das Gespann wirklich ist. Ein Umstand, der sowohl für den Landwirt als auch für andere Verkehrsteilnehmer fatale Folgen haben kann. Abhilfe schaffen können Reflektorfolienstreifen, die seitlich und hinten an den Anhängern angebracht werden.
Bekannt sind solche reflektierenden Bänder bereits vom Gütertransport. Dort werden sie auf LKW-Aufbauten und -Planen angebracht. Ob und wie gut sie sich für die Landwirtschaft eignen, das will die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Franken und Oberbayern (LBG) jetzt im Rahmen einer Versuchsreihe herausbekommen.
Wer sich für die Reflektorfolien näher interessiert, bekommt bei den LBG-Sicherheitsberatern nähere Auskünfte:
Telefon 0921 603 -345 (Bayreuth), 089 454 80 -500 (München) und 0931 8004 -225 (Würzburg).
Wie die Folien richtig aufzubringen sind und wo sie beispielsweise bezogen werden können, erfahren Sie auf dem Datenblatt und in unserem kurzen Filmbeitrag "Reflektierende Folien an landwirtschaftlichen Anhängern"
Ladung richtig sichern - Fahrzeuge gut kenntlich machen

„Risiko raus!“ rät die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Franken und Oberbayern – gerade auch beim Transportieren schwerer Ladung im Straßenverkehr. Wer solche Transporte fährt, muss sich im Klaren sein, was für enorme Kräfte zum Beispiel beim Beschleunigen und Bremsen wirken. Um schwere Unfälle zu vermeiden, ist es deshalb wichtig, die Ladung ordentlich nach den geltenden Vorschriften zu sichern. So gilt zum Beispiel: Sichern Sie die Ladung gegen Verrutschen durch richtig gesetzte Zurrgurte, und verwenden Sie rutschhemmende Gummimatten. Gegen ein Aufscheuern der Gurte hilft übrigens ein Kantenschutz aus Plastik.
Sie wollen große, sperrige Ladung, zum Beispiel Strohballen oder Meterholz, sicher transportiert? Sie möchten wissen, welche Beleuchtungseinrichtungen und Warntafeln an landwirtschaftlichen Maschinen vorgeschrieben sind und wie sie richtig eingesetzt werden? Antworten finden Sie hier:
Broschüre: Ladungssicherung (Gartenbau-BG)
Betriebsanweisung Ladungssicherung
Informationsflyer: Unterwegs - sicher und gut sichtbar
Beleuchtung und Warntafeln: Immer gut sichtbar (Auszug aus LSV kompakt Ausgabe 4-2010)
Transportsicherung: Halbautomatischer Klinkenverschluss beugt Unfällen vor!
Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Risiko raus“ für mehr Sicherheit im Straßenverkehr rät die LBG Franken und Oberbayern, vor Beginn der Arbeiten sicher zu stellen, dass alle Fahrzeuge in einem technisch einwandfreien Zustand sind und dass die vorhandenen Sicherungen zum Einsatz kommen. Den Transportsicherungen an den klappbaren Seitenteilen bei Grünlandeggen beispielsweise kommt bei der Grünlandernte eine große Bedeutung zu. Vergisst ein Landwirt, diese Sicherung ordnungsgemäß zu verriegeln, können die Seitenteile während der Fahrt unbeabsichtigt ausklappen, was ein erhebliches Unfallrisiko in sich trägt.

Findige Ingenieure haben das Problem erkannt und durch den Einsatz einer halbautomatischen Klinkensicherung den Schwachpunkt entschärft. Diese technische Weiterentwicklung loben die LBG-Sicherheitsberater, denn dank dieser neuen Sicherheitsverriegelung kommt es beim Hochklappen der Seitenteile zu einer halbautomatischen Arretierung.
Rückfahrkameras für mehr Sicherheit beim Rangieren und Rückwärtsfahren
Gerade zur Erntezeit zählt in der Landwirtschaft „jede Minute“. Aber gerade immer dann, wenn es „eng wird“, muss man Vorsicht walten lassen und umsichtig handeln - besonders beim Rückwärtsfahren und Rangieren von großen Fahrzeugen oder Fahrzeuggespannen. Wie schnell kann dabei ein Mensch übersehen werden? Wie schnell geraten vor allem Kinder in den toten Winkel der großen Maschinen? Eine große Hilfe können hier Rückfahrwarneinrichtungen wie zum Beispiel Rückfahrkameras bieten.
Eines ist sicher: Der Blickwinkel, den die Spiegel gewähren, ist eingeschränkt. Und selbst, wer sich beim Rückwärtsfahren umdreht, wird feststellen: Der Gefahrenbereich unmittelbar hinter einem Schleppergespann oder auch seitlich an den großen Hinterrädern der landwirtschaftlichen Fahrzeuge ist von der Fahrerkabine aus nicht überall einsehbar. Abhilfe, so zeigt die Erfahrung, schaffen Rückfahrkamerasysteme.

Neben dem Sicherheitsaspekt haben Rückfahr-Warneinrichtungen aber auch noch einen ganz praktischen Nutzen beim Rangieren mit großen Anhängern. Sowohl Kamera als auch Monitor lassen sich mit wenigen Handgriffen umstecken. Ist erst einmal das notwendige Kabel angebracht, lässt sich die Kamera auf allen Schleppern, Hängern und Anbaugeräten einsetzen. Sogar nachts versagt sie ihren Dienst nicht: Das Licht der roten Rücklichter reicht völlig aus. Einen Einweiser und den Blick zurück und in die Spiegel ersetzt die Kamera freilich nicht, sie ergänzt das Spektrum an Sicherheitsvorkehrungen aber sehr sinnvoll.
Neues Modulspiegelsystem
Seit Januar sind neue Modulspiegel auf dem Markt, die zusammen mit einer Rückfahrkamera das Rückwärtsfahren und rangieren noch sicherer machen. Landwirte, die die neuen Spiegel getestet haben, loben das ungewöhnlich breite Sichtfeld und vor allem die gute Sicht nach unten. Spielt beispielsweise ein Kind am Hinterreifen des Schleppers oder aber am Vorderreifen des Anhängers, so ist es mit herkömmlichen Rückspiegeln nicht erkennbar (toter Winkel). Danke eines unter dem großen Hauptspiegel angebrachten kleinen Nahbereichspiegels wird auch diese Zone einsehbar.
