Kindersicherheit auf dem Bauernhof
Gerade ein Leben auf dem Bauernhof gibt Kindern viel Raum, um sich frei zu entfalten. Jeden Tag gibt es auf dem "Abenteuerspielplatz Bauernhof" Neues zu entdecken. Damit den Kindern auf Ihren Streifzügen nichts passiert, müssen Erwachsene rechtzeitig dafür sorgen, mögliche Unfallquellen zu erkennen und diese beseitigen. Das gilt in besonderem Maße, wenn sich Nachbarskinder oder Kinder von Urlaubern auf dem Bauernhof aufhalten.
Betriebe, die bereits eine Sicherheitsplakette in Gold erhalten haben und den Themen Arbeitssicherheit, Kindersicherheit und Gesundheitsschutz sehr aufgeschlossen gegenüber stehen, werden von der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zusätzlich mit einer Kinder-Sicherheitsplakette ausgezeichnet.
Hintergrund für die Einführung dieser neuen Sicherheitsplakette in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Erfahrung, dass im bäuerlichen Umfeld die Lebens- und Arbeitswelt im Gegensatz zur industriellen Wirtschaft am gleichen Ort angesiedelt sind. Damit sind Kinder ähnlichen Gefahren ausgesetzt wie Erwachsene. Die bisherigen Sicherheitsregeln und Aufklärungsmethoden sind fast ausschließlich auf Erwachsene ausgerichtet und berücksichtigen die Kinder zu wenig.

"Checkliste Kindersicherheit"
Stiegen oder Leitern verführen zum Klettern, Heuböden zum Herumtoben. Offene Stalltüren locken zum Spiel mit den Tieren. Es liegt an den Erwachsenen, Sicherheitsregeln zu beachten, damit kindliche Abenteuer nicht böse enden. Kinder erkennen Gefahren oft nicht. Nur wer sich selbst entsprechend verhält, wird ihnen ein nachahmenswertes Vorbild geben. Wer jetzt mit einem offenen Blick über den Hof geht, um ihn für Kinder sicherer zu gestalten, der sollte sein Augenmerk zum Beispiel auf folgende Punkte legen:
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Aufstiege / höher gelegene Arbeitsplätze. Verhindern Sie, dass Kinder in unbeobachteten Momenten auf Leitern klettern können. Einhängebretter leisten hier gute Dienste. Noch besser ist es natürlich, Leitern sofort nach der Benutzung wegzuräumen.
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Gruben und Silobehälter müssen kindersicher umwehrt und mit einem entsprechenden Deckel versehen werden. Bodenöffnungen sind gegen Absturz zu sichern. Wer ein Schwimmbecken oder Teich hat, sollte ihn durch einen Zaun mit verschließbarer Tür sichern.
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Pestizide, Lacke, Reinigungsmittel und andere Chemikalien und Giftstoffe verwahren Sie am besten in der Originalverpackung auf - möglichst in einem eigenen Giftschrank - für Kinder unerreichbar und abgeschlossen.
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Maschinen und Anbaugeräte sind mit den vorgeschriebenen Schutzvorrichtungen auszustatten. Schlüssel an stehenden Maschinen immer abziehen. Auch dann, wenn der Arbeitsvorgang nur kurz unterbrochen wird. Bei laufenden Maschinen, sowie beim Fahren und Rangieren immer prüfen, ob sich keine Kinder in der Gefahrenzone befinden. Rückfahrkameras an Schleppergespannen bieten hier zusätzliche Sicherheit.
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Achten Sie bei Holzstößen auf Umsturzgefahr. Reifen müssen in dafür vorgesehenen Halterungen ebenfalls vor Umstürzen gesichert werden.
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Wenn es sich nicht vermeiden lässt, Kinder auf dem Schlepper mitzunehmen, bietet ein geeigneter Kindersitz Sicherheit für Kinder.
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Achten Sie besonders darauf, das Türen zum Rinderstall geschlossen sind und erklären Sie den Kindern die Umgangsweise mit den einzelnen Tieren. Legen Sie fest, welche Tiere gestreichelt werden dürfen.
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Erklären Sie Kindern immer wieder liebevoll und geduldig, aber mit dem nötigen Nachdruck, richtige Verhaltensweisen und zeigen Sie ihnen, wo die Risiken verborgen liegen.