Biogasanlagen
Die Sicherheitsberater der LBG helfen – von der Planung bis zum Betrieb
Der Betrieb einer Biogasanlage erfordert nicht nur ausführliche Planung, sondern auch ein gut durchdachtes Zeit- und Arbeitsmanagement. Die LBG unterstützt Sie im Rahmen aller Fragen zur Arbeitssicherheit gerne – von der Planung bis zum Betrieb. Neu ist, dass es pro Anlage mindestens zwei fachkundige Personen geben muss, die die Anlage betreiben (können). Unser Tipp: Schließen Sie sich mit benachbarten Betreibern zusammen; tauschen Sie Erfahrungen aus und weisen Sie sich gegenseitig ein in die jeweiligen Anlagen.
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Unser Tipp:
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Ausführliche Planung | |||
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Die LBG rät:
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| Ganz wichtig: Ein stets reales Gefahrenpotential ist zu beachten, zum Beispiel ...
... das Explosionsrisiko: |
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Allgemeine Tipps der LBG zur Unfallverhütung bei laufenden Biogasanlagen | |||
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Gefährlicher Gascocktail in und um Fermenter, Güllegruben und Schächten | |||
| Ammoniak … … ist von den Güllegasen das harmloseste. Bei längeren Aufenthalten in schlecht belüfteten Ställen reizt NH3 Haut, Augen und Atemwege. Ist der Landwirt dieser Konzentration häufiger ausgesetzt, wird auch die Lunge geschädigt. Kohlendioxid … Methan … Schwefelwasserstoff … |
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Die LBG warnt: Bei Reinigungsarbeiten droht Lebensgefahr! | |||
| Etwa alle drei bis fünf Jahre - je nach Art und Menge der Substratablagerungen – müssen die Fermenter gereinigt werden. Vielen Betreibern steht diese Arbeit demnächst erstmals bevor – Erfahrungen dazu gibt es bisher kaum.
In der Praxis stellten die Sicherheitsberater der LSV FOB fest, dass beim Reinigen des Fermenters, insbesondere beim Lösen der Sedimentreste durch unter Druck stehendes Wasser laufend neue Gase freigesetzt werden. Insbesondere handelt es sich hierbei um den bereits in geringsten Konzentrationen lebensgefährlich wirkenden Schwefelwasserstoff (H2S) sowie um den stark reizenden Ammoniak (NH3). Die Bewegung in der Grube wirbelt beide auf. Arbeiter in der Grube befinden sich eventuell unversehens innerhalb von nur einer Minute in einer höchst gesundheitsschädigenden Gaswolke. Die tatsächliche Gashöhenkonzentration lässt sich oft nicht nachvollziehen, weil die Skala der Messgeräte für so hohe Konzentrationen gar nicht ausreicht. Die Gaskonzentration kann mitunter innerhalb einer Minute tödlich sein ohne dass dies von den Arbeitern in der Grube bemerkt wird! Ein laufendes Messgerät ist hier die einzig mögliche Warnung. |
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Gefahrloser Einstieg in einem Biogas-Fermenter nur mit Frischluftdruckschlauchgerät! | |||
| Dabei handelt es sich um ein Atemschutzgerät, das den Träger ständig mit Frischluft aus dem Außenbereich versorgt und verhindert, dass gefährliche Umgebungsluft eingeatmet wird. Unterschätzen Sie niemals die Gefahr, die von den Güllegasen ausgeht!
Die Empfehlung lautet daher: Vergeben Sie diese Arbeiten an Fachfirmen! Diese haben das notwendige Atemschutzgerät, alle sonstigen technischen Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel ein Dreibein mit Flaschenzug oder Seilwinde zur schnellen Bergung, Halogenstrahler in explosionsgeschützter Ausführung, den erforderlichen Anseilschutz, und speziell für diese Arbeiten geschulte Mitarbeiter. |
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Die notwendigen Schutzvorkehrungen treffen! | |||
| Wenn Sie diese Arbeiten selbst ausführen möchten, müssen Sie genau wissen, welche Voraussetzungen und technische Ausrüstungen dazu notwendig sind. Fragen Sie Ihren LBG-Sicherheitsberater!
Beachten Sie dazu auch das neue Merkblatt der LBG Franken und Oberbayern zum sicheren Einstieg in Güllegruben und Biogas-Fermenter sowie die neuen Sicherheitsregeln für Biogasanlagen! Sie können diese hier Downloaden (bitte gewünschtes Bild anklicken), oder kostenlos unter der Telefonnummer 0921/603 350 anfordern. |
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Unter den Telefonnummern:
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Weitere Informationen:
Biogas Forum Bayern Für Biogasanlagenbetreiber bietet das Biogas Forum Bayern jetzt ein Schulungsprogramm - untergliedert in eine Einführungsschulung M0 und in vier Zertifikatsmodule M1- M4 mit dem Abschlusszertifikat „Biogas Kompetenz Bayern“ - an. Die Einführungsschulungen finden in den kommenden Monaten Oktober 2010 bis Februar 2011 an den vier Lehreinrichtungen, den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Bayreuth und den Landmaschinenschulen Landsberg am Lech, Landshut-Schönbrunn und Triesdorf in Bayern statt. Nähere Informationen und Termine finden Sie im Flyer des Biogas Forums Bayern oder auf der Internetseite www.biogas-forum-bayern.de (unter Schulungen) | |||










