Stallneubau oder Umbau
Bei Stallneubau oder Umbau: LBG-Bauberatung nutzen!
Steht der Neubau eines Rinderstalles ins Haus, sollte neben der richtigen Finanzierung und der Wirtschaftlichkeit auch an Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gedacht werden. Was auf den ersten Blick als teurer Luxus erscheint, stellt sich bei genauerer Betrachtung fast immer als probates Mittel heraus, um auf längere Sicht Kosten, Zeit und Nerven zu sparen. Generell gilt: Muss nachgerüstet werden, wird es in der Regel teurer. Und es gibt viele Details, die „das Kraut nicht mehr fett machen“, aber für eine große Arbeitserleichterung – und damit für ein Plus an Gesundheitsschutz sorgen oder aber schmerzhafte und teure Arbeitsunfälle vermeiden helfen. Die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) bietet bereits in der Planungsphase eine kostenlose Beratung für ihre Versicherten an. Hier werden viele Kleinigkeiten angesprochen, die ein Maximum an Sicherheit und auch Arbeitsentlastung sowie Zeitersparnis bringen können und wenig kosten, wenn man sie von Anfang an in die Planung mit einbezieht, wie zum Beispiel:
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Verwenden Sie Schubtore bzw. kraftbetriebene Türen an Stelle von Flügeltoren! So können Sie auf umständliche Sicherungen gegen ein plötzliches Zuschlagen verzichten; Schiebetore müssen gegen ein Herauslaufen aus der Schiene und gegen Ausheben gesichert sein, sowie gegen das Abdrücken von der Wand. |
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Bringen Sie Licht in Ihren Stall! Bedenken Sie, dass Leuchtstoffröhren oder Lampen gegebenenfalls auch repariert werden müssen und dass Sie sie vom Boden aus sicher erreichen können sollten. Besonders bewährt hat es sich, wenn die Lampen abgesenkt werden können. Tipp: Es gibt wartungsfreundliche Gasdrucklampen in Kegelform, auf denen sich Schmutz nicht mehr so leicht absetzen kann! |
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Ein überdachter Futtertisch ist gut für sauberes Futter. Auf rutschhemmenden Bodenbelag achten, nur begrenzt im Bereich der Trogschale glätten. |
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Ein Vordach sorgt dafür, dass die Wege zum Stall im Winter schnee- und eisfrei bleiben. |
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Verwendung von rutschhemmenden Bodenmaterialien: Werden keramische Beläge im Rahmen von Neubau- oder Sanierungsarbeiten neu verlegt, so ist es sinnvoll, Fliesen oder Platten mit einer ausreichenden Rutschhemmung auszuwählen! Für Milchkammern, Tankräume oder Melkstände ist mindestens eine Rutschhemmung R11 (besser R12) zu wählen! Der Bodenbelag im Melkstand sollte zudem säurebeständig sein. Solche Beläge müssen nicht unbedingt Noppen haben. Ohne Noppen und mit einem niedrigen Verdrängungswert lassen sich die Beläge besser reinigen. |
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Für gute Belüftung sorgen neben der Standortwahl (Windrichtung) auch Windschutznetze, deren Wickelung von außen nach innen läuft, so dass keine (Kinder)-Hände eingezogen werden können. Mechanisch bewegte Teile sind gegen Zugriff zu schützen. |
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Schaffen Sie Separierungsmöglichkeiten in Form einer Abkalbe- und Behandlungsbox. Nur so kann an den Tieren ohne Gefahr gearbeitet werden. |
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Schaffen Sie Fluchtmöglichkeiten. |
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Schaffen Sie Möglichkeiten, Ihre Rinder zum Beispiel durch ein Selbstfangfressgitter zu fixieren. |
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| Eine kluge Ablauforganisation, die garantiert, dass die Tiere einfach und schnell von den Boxen zum Melkstand getrieben werden können, erleichtert das Arbeiten. | ![]() |
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Technik wie Kompressoren gehört möglichst weit weg von den Tieren – das senkt den Lärmpegel und sorgt für Ruhe im Stall. |
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Wenn unter Absperrgittern ein Schieber arbeitet, ist ein Sicherheitsabstand von 50 Zentimetern zwischen Schieber und Unterkante des Absperrgitters einzuhalten. Abwurföffnungen so gestalten, dass ein Hineinstürzen nicht möglich ist! |
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Beim Verladen der Tiere ist es wichtig, dass die Wege kurz, sauber, rutschhemmend und gut ausgeleuchtet sind. Das kann durch die richtige Gestaltung der Verladeeinrichtung erreicht werden. |
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Beachten Sie, dass Sie als Bauherr als Erster in der Verantwortung stehen. Lassen Sie sich daher rechtzeitig vor Baubeginn von unseren Sicherheitsberatern über alle Fragen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz aufklären: Eine gute Beratung verhindert teure Fehler! |
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Bereitstellung und bestimmungsgemäße Verwendung von geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA) auf der Baustelle - wie Sicherheitsschuhe, Schutzhelm und -brille sowie Hand- und Gehörschutz - immer dann, wenn Gefahren für Sicherheit und Gesundheit nicht durch technische oder arbeitsorganisatorische Maßnahmen begegnet werden kann. |
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Bei Bauarbeiten sind oft Arbeiten erforderlich, bei denen Absturzgefahr besteht. Alle erhöht liegenden Arbeitsplätze müssen über entsprechende Sicherungen gegen Absturz verfügen. |
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Eine weitere wichtige Sache, an die auf jeden Fall vor Baubeginn gedacht werden sollte: das Erstellen eines Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Planes (SiGe-Plans). Das ist ein Dokument, in dem geregelt ist, welche Sicherheitsvorkehrungen der Bauherr gegenüber all denjenigen, die an den einzelnen Gewerken beschäftigt sind, zu treffen hat.
Sichere Baustelle: Merkblätter und Vordrucke
Die LBG bietet allen versicherten Landwirten, die bauen, eine kostenlose Bauberatung zu allen Fragen der Arbeitssicherheit - rufen Sie an!
0921 603 -345 (Bayreuth)
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