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Pflegeintensivkurs

In einer einwöchigen Auszeit sollen Pflegende regenerieren und Kraft für den Pflegealltag schöpfen. Dieses neue Angebot hat die Landwirtschaftliche Sozialversicherung (LSV) geschaffen.

Die Pflege von Familienangehörigen belastet – körperlich und seelisch, nicht selten bis zur völligen Erschöpfung. Die Folge: Der Pflegende selbst braucht ärztliche Hilfe. Damit es nicht soweit kommt, hat die Landwirtschaftliche Sozialversicherung (LSV) ein neues Angebot geschaffen. In einer einwöchigen Auszeit sollen Betroffene regenerieren und Kraft für den Pflegealltag schöpfen.

Häusliche Pflege hat in der Landwirtschaft noch einen hohen Stellenwert. Rund drei Viertel aller Pflegefälle werden in ihrer gewohnten Umgebung versorgt. „Meist geht die Pflege zu Lasten der Frauen, neben ihren Aufgaben in Haushalt und Familie und der Mithilfe im Betrieb“, machte LSV-Geschäftsführer Reinhold Knittel bei einem Pressegespräch im Bad Wurzacher Moorsanatorium deutlich. Anlass war der Start des ersten Pflegeintensivkurses, kurz PIK genannt, am 20. Juli 2009. 15 Bäuerinnen, die zu Hause einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen, hatten sich dazu im Moorsanatorium Reischberg eingefunden. „Nicht selten fühlen sich Pflegende auf sich gestellt und mit ihren Problemen allein gelassen. Das möchte die LSV mit der einwöchigen Auszeit verhindern.“

Kursangebot zusammen mit Wurzacher Klinik

In der Bad Wurzacher Klinik hat die LSV einen aufgeschlossenen Partner gefunden. Unter Geschäftsführer Alfons Diem wurde ein auf die Bedürfnisse der Pflegenden abgestimmtes Pflegeschulungs- und Trainingsprogramm mit fachlicher Anleitung erarbeitet. So umfasst der Kurs medizinische Vorträge zu pflegerelevanten Krankheiten, Informationen zu Pflegehilfsmitteln sowie Tipps erfahrener Praktiker zur Erleichterung der Pflege. Auf dem Programm stehen zudem Hinweise zur Ernährung Pflegebedürftiger.

Doch auch an die notwendige Regeneration der Kursteilnehmerinnen selbst ist gedacht. Tägliche Wassergymnastik soll ebenso der Erholung dienen wie das Einüben von Entspannungstechniken oder eine Rückenschule. Außerdem steht den Kursteilnehmerinnen die Nutzung des angeschlossenen Vitaliums, ein Thermalbad mit Saunalandschaft, jederzeit frei.

In Anspruch nehmen können die PIK-Kurse alle LKK-Versicherten, die Pflegebedürftige zu Hause betreuen, unabhängig von der Pflegestufe. Im Gegensatz zu einer Pflegekur muss dazu auch keine Kurbedürftigkeit festgestellt werden. Bis auf 100 Euro Selbstbeteiligung trägt die Kosten die LSV. Die Pflege der Angehörigen ist allerdings selbst zu organisieren. „Können Familienmitglieder nicht einspringen, bleibt immer noch die Versorgung in der Kurzzeitpflege, was in aller Regel problemlos möglich ist“, teilt die LSV mit.

Bad Wurzacher Pflege-Intensiv-Kurs

Weitere Kurse sind in Planung. Für Fragen, Auskünfte und Anmeldungen zu den PIK-Kursen melden Sie sich bitte bei den Pflegeberatern unter Tel: 0711 966-1923

 

Pressestimmen:

LSV mit neuem Angebot für Pflegende - BWagrar - 30 / 2009

Pflegeintensivkurs soll Angehörigen Auszeit bieten - SZON Bad Wurzach

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