Aktuelles
Notfallpraxen im Land gerettet
AOK, LKK und KV Baden-Württemberg stocken Finanzierung auf
Rund 560.000 medizinische Notfälle werden in Baden-Württemberg jährlich in Notfallpraxen behandelt – das sind über 40 Prozent aller Notfälle im Land. Damit die Notfallpraxen auch in Zukunft flächendeckend erhalten bleiben, stocken die AOK Baden-Württemberg und die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) die Finanzierung weiter auf. Ein entsprechender Vertrag wurde nun mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg abgeschlossen. Er tritt rückwirkend zum 1. Juli in Kraft.
Die finanzielle Unterstützung ist laut Reinhold Knittel, Geschäftsführer der LKK Baden-Württemberg, mit erweiterten Anforderungen an die Qualität der Praxen verbunden: „Es ist beispielsweise vorgeschrieben, dass jede Praxis über ein Röntgen- und EKG-Gerät verfügen muss. Außerdem gibt es klare Vorgaben zu den Öffnungszeiten der Notfallpraxen. Für Versicherte ist damit gewährleistet, dass ihnen ein umfängliches und qualitativ hochwertiges Netz von ärztlichen Anlaufstellen auch zu Nacht- und Wochenendzeiten bei akuten gesundheitlichen Problemen zur Verfügung steht.“
Notfallpraxen sind Teil des organisierten ärztlichen Notdienstes, welcher der Sicherstellung einer flächendeckenden ambulanten ärztlichen Versorgung in dringenden Fällen außerhalb der regulären Sprechzeiten dient. Er ist jedoch nicht mit dem Notarzt zu verwechseln. Jeder niedergelassene Arzt muss unabhängig von seiner Fachrichtung am Notfalldienst teilnehmen, ebenso jeder Partner einer Berufsausübungsgemeinschaft sowie die in Arztpraxen oder Medizinischen Versorgungszentren angestellten Ärzte. Er ist für dringliche, aber nicht akut lebensbedrohliche Erkrankungen gedacht. Die Behandlung im Notfalldienst, die der gesamten Bevölkerung zugänglich ist, ist darauf ausgerichtet, den Patienten bis zur nächstmöglichen ambulanten oder stationären Weiterbehandlung zweckmäßig und ausreichend zu versorgen. Die 43 Notfallpraxen in Baden-Württemberg sind überwiegend in Krankenhäuser eingegliedert.
Telemedizinische Betreuung für Versicherte mit akuten und chronischen Herzerkrankungen
Die Landwirtschaftliche Krankenkasse Baden-Württemberg bietet ihren Versicherten die an schweren kardiologischen Erkrankungen leiden eine telemedizinische Betreuung durch die SHL Telemedizin GmbH an. Die Teilnahme ist für die Versicherten freiwillig und kostenlos. Erste Erfahrungen zeigen, dass die teilnehmenden Versicherten mit dem Programm sehr zufrieden sind und durch die telemedizinische Betreuung an Lebensqualität hinzugewinnen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Sonja Binder
Tel.: 0711/966-2901