Spezielles Rehabilitationskonzept bald auch für Forstwirte
Auf Initiative der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Baden-Württemberg (LBG) haben der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. als Träger der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) und das Institut für Waldarbeit, eine Ausgründung der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg einen Kooperationsvertrag über ein spezielles Rehabilitationskonzept für verunfallte Forstwirte unterzeichnet.
Ziel dieser berufsspezifischen medizinischen Rehabilitation für Waldarbeiter und Forstwirte ist es, die Erwerbsfähigkeit verunfallter Patienten unter besonderer Berücksichtigung des beruflichen Anforderungsprofils im Forst wiederherzustellen. Wie Prof. Dr. H.P. Kaps, Chefarzt der Abteilung für berufsgenossenschaftliche Rehabilitation und Prävention, erläutert, ist die Maßnahme als Teil eines dreistufigen Rehabilitationskonzeptes zwischen der Akutbehandlung und Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben angesiedelt.
Auf der Grundlage eines auf die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmten Therapieplanes absolvieren die Patienten ein arbeitsplatzspezifisches Training, welches im Bedarfsfall durch Physio-, Ergotherapie und psychologische Beratung ergänzt wird.
„Der Forst stellt einen besonders gefahrenträchtigen Bereich dar, in welchem sich trotz umfangreicher Präventionsmaßnahmen Jahr für Jahr schwerste Unfälle ereignen. Deshalb ist es uns wichtig, den verunfallten Versicherten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, damit sie wieder ihren bisherigen Tätigkeiten zeitnah und uneingeschränkt nachgehen können“, so Meinrad Schweikart, Vorstandsvorsitzender der LBG Baden-Württemberg.
„Für die verunfallten Forstwirte können durch das Institut für Waldarbeit reale Arbeitsplatzsituationen im Umfeld des Schadenweilerhofs in Rottenburg und damit in räumlicher Nähe zur BG-Unfallklinik angeboten werden“, erklärt Prof. Dr. Dirk Wolff, Geschäftsführer des Instituts für Waldarbeit GmbH. Bisher gab es solche Angebote nur für andere Berufsgruppen, wie Metallbauer oder Schreiner.